Neues vom Gardasee

In der Woche nach Ostern haben wir ein großes Trainingslager am Gardasee mit eingebundener Regatta veranstaltet. Mit den Trainern Basti Glatz, Yannick Schwarzer und Lasse Paland waren 25 junge O’pen‑SKIFF‑Seglerinnen und ‑Segler fast 30 Stunden auf dem Wasser. An der Regatta, die mit einzelnen Läufen jeweils den Trainingstag abschloss, haben mit Schweizer und polnischen Seglern fast 30 Kinder und Jugendliche teilgenommen. Wo alle schon zusammen waren, wurde zudem eine Jugendversammlung abgehalten und zwei Jugendsprecher für die Klassen U13 und U17 gewählt.

Wir Vorstände konnten viele Gespräche mit den Eltern führen und zahlreiche Anregungen aufnehmen. In einer Vorstandssitzung haben wir folgende Veränderungen einstimmig beschlossen, um das Regattasegeln in diesem Jahr weiter zu fördern.

  1. Wir wollen die vier KV‑Boote zusammenziehen und regelmäßig zu Regatten und Trainings bringen (lassen). Das eröffnet weit anreisenden Seglern die Möglichkeit, auf einem KV‑Boot zu starten und gegebenenfalls nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen – gerade bei den derzeitigen Energiepreisen ein wichtiger Punkt. Aktuell sind wir dabei, die Boote zu sammeln und hoffen, sie schon bald in Steinhude verfügbar zu haben.
  2. Aufgrund der Altersentwicklung möchten wir die Altersklassen den deutschen Strukturen anpassen. Um älteren Seglern die Möglichkeit zu geben, länger bei uns zu bleiben, werden wir die ältere Klasse auf U19 definieren, so wie es für Jugendklassen weltweit üblich ist. Da bei uns die meisten Kinder erst nach dem Opti einsteigen, sind sie im Schnitt auch älter als in modernen Segelnationen. Wir werden deshalb die jüngere Altersklasse auf U14 anheben. Über Jahre hinweg haben wir dies erfolgreich praktiziert und hatten fast immer gleich große Startergruppen. Seit wir U13 segeln, war die Verteilung meist 1/3 zu 2/3. Auch hier am Gardasee hatten wir nur sieben Teilnehmer in U13 bei 18 U17‑Seglern. Mit einer U14 wären es 14 zu 11 gewesen. Gleich große Gruppen sind nicht nur theoretisch wichtig, sondern auch praktisch relevant: Oft sollen für eine Wertung ja mindestens zehn Starter zusammenkommen – und für den Einzelnen ist es doch auch schöner, Erster von zehn oder zwölf zu sein als bester unter nur sieben. Die groß gewachsenen Jugendlichen dürfen selbstverständlich auch in der älteren Klasse melden.
  3. Schon 2014 hatten wir angeregt, zumindest für die jüngeren Seglerinnen und Segler eine Helm-Empfehlung einzuführen. Nachdem die O’pen‑SKIFFs 2015 im Rahmenprogramm des America’s Cup mit Helmen ausgestattet wurden, wurde dies auch rege angenommen – ein guter Brauch, der sich leider wieder verflüchtigt hat. Wind und Welle am Gardasee haben jedoch vielen erneut gezeigt, dass der O’pen‑SKIFF agiler und reaktiver ist als viele andere Boote und dass Aluminium härter ist als Kinderköpfe. Die Helme bei Oradini wurden entsprechend stark nachgefragt.

    Als Klasse können wir das Tragen des Helms zwar nicht vorschreiben, da wir es nicht sanktionieren können, wir können es aber wärmstens und nachdrücklich empfehlen. Außerdem können wir die ausrichtenden Vereine bitten, diese Helmpflicht in die Ausschreibungen und Segelanweisungen aufzunehmen und Fehlverhalten zu bestrafen – sofern eine Beule am Kopf nicht schon Strafe genug ist.

    Also: Kauft euren Kindern also gern einen Helm. Besser der Baum hat eine Beule als der Kopf!

Marcus Cremer, Vorstandsvorsitzender

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